Verspannung

Erstuntersuchung

By on Oktober 16, 2016

 

 

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Erstuntersuchung in der Pferdephysiotherapie

Anamnese:

Ein ausführlicher Fragebefund gibt Auskunft über das Pferd, seinen Einsatz, über eventuell bestehende Probleme oder Erkrankungen und vieles mehr.

Inspektion:

Das Pferd wird im Stand genauestens von allen Seiten begutachtet. Dabei wird besonders auf den Allgemeinzustand und auf Veränderung geachtet, wie z. Bsp. stumpfes Fell, Schwellungen, Fehlstellungen der Gliedmaße und Hufe, Fehlhaltungen von Kopf, Hals und Schweif.

Probleme können auch allein durch den Körperbau entstehen.

Bewegungsanalyse:

Das Pferd wird im Schritt, Trab auf gerader Strecke und in Wendungen vorgeführt,  an der Longe oder unter dem Reiter begutachtet, um den genauen Bewegungsablauf festzustellen. Viele Probleme zeigen sich erst richtig in der Bewegung.

Palpation:

Einzelne Körperregionen werden abgetastet um eventuelle Muskelverhärtungen, Temperaturunterschiede oder Schmerzpunkte aufzufinden. Es wird außerdem die Verschieblichkeit von Bindegewebe und Narben getestet.

Gelenksmobilisation:

Alle Gelenke der Extremitäten und der Wirbelsäule werden auf ihre Beweglichkeit im Endbereich getestet. Dabei wird gleichzeitig die Muskeldehnfähigkeit getestet und eventuell bestehende Bewegungseinschränkungen festgestellt.

Ausrüstung:

Sattel und Zaumzeug werden auf Passform, Funktionstüchtigkeit, Beschädigungen und Akzeptanz untersucht.

Anwendungsgebiete

By on Oktober 12, 2016

Anwendungsgebiete der Pferdephysiotherapie

 

Die physiotherapeutischen Anwendungsgebiete beim Pferd sind sehr vielfältig und vergleichbar mit denen beim Menschen. Durch eine Vielzahl verschiedener Ursachen kann die Funktion des Bewegungsapparates des Pferdes eingeschränkt sein. Dies kann sich äußern in leichten Fehlstellungen und –haltungen genauso wie in starken Lahmheiten bis hin zur völligen Unfähigkeit, bestimmte Bewegungen auszuführen.

Die folgende Liste zeigt nur eine kleine Auswahl möglicher Anzeichen, die für eine Untersuchung durch einen Pferdephysiotherapeuten sprechen:

  • Verschiedene Formen der Lahmheit
  • Ödematöse Schwellungen (dicke Beine, Einschuss, etc.)
  • Gallen und Schleimbeutelentzündung
  • Gynäkologische Probleme, wie z.B. Mastitis, gestörte Rosse
  • Hufrehe, Hufrollenentzündung
  • Headshaking
  • Schmerzanzeichen nach erbrachter Leistung
  • Muskelanriss, Muskelfaserriss, Zerrungen und Prellungen
  • Rückenprobleme (z.B. Kissing Spines)
  • bekannte Sehnen-, Band- und Nervenverletzungen
  • Widersetzlichkeiten beim Putzen, Satteln, Hufe auskratzen
  • Satteldruck, Sattelzwang
  • akuter oder chronischer Leistungsabfall
  • Schiefstellung, -haltung von Kopf, Hals und/oder Schweif
  • Verweigerungen am Hindernis
  • Widersetzlichkeiten beim Reiten, Longieren und Springen
  • Probleme beim Rückwärtstreten, Angaloppieren und bei Seitengängen
  • Taktfehler, Zungenfehler, Zähneknirschen
  • Arthrose
  • Trageerschöpfung

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Aber auch ohne das Vorliegen o. g. Anzeichen kann der Einsatz physiotherapeutischer Maßnahmen einen hohen Beitrag zur Gesundheit des Pferdes erbringen, z. B.:

  • Vorbeugung von Verletzungen
  • Rehabilitation nach Verletzungen und operativen Eingriffen
  • nach einem schweren Sturz, Unfall oder Festliegen
  • Vorbeugung von Verletzungen und Verspannungen
  • Erhöhung der allgemeinen Leistungsfähigkeit
  • Vorbereitung auf Wettkämpfe
  • Ausgleich zur Vermeidung muskulärer Dysbalancen
  • Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens des Pferdes
  • Linderung der durch Alterungs- und Verschleißerscheinungen verursachten Beschwerden

Wie Sie sehen, ist das Einsatzspektrum der Physiotherapie beim Pferd äußerst vielfältig. Als sinnvolle Ergänzung zu einer Betreuung Ihres Pferdes durch Tierarzt und Hufschmied bietet sie die Möglichkeit der Herstellung und Sicherung der Gesundheit Ihres Pferdes